Last Click überzeugt im Checkout-nahen Kontext, unterschätzt jedoch kreative Vorarbeit. First Click ehrt Entdecker, vernachlässigt Abschlüsse. Linear wirkt diplomatisch, kann aber wirkungsschwache Touchpoints überhöhen. Nutze diese Modelle als Kontraste, nicht als Wahrheiten. Vergleiche Ausgaben, ROAS und Warenkorb-Qualität je Modell, und entscheide bewusst je Kampagnenziel. Ein Elektronikshop kombinierte Linear zur Budgetsteuerung und Last Click zur kurzfristigen Nachfrageabschätzung – ein transparenter Kompass, der Diskussionen vereinfachte und Tests priorisierte.
Zeitverfall betont Nähe zum Kauf, was bei kurzen Zyklen sinnvoll ist, aber bei erklärungsbedürftigen Produkten Inspiration unterschätzt. U-Form gibt frühem Impuls und finalem Schubs mehr Gewicht und verteilt den Rest gleichmäßig. Kalibriere Gewichte anhand Journey-Länge, Rückgabefenstern und Content-Art. Ein Möbelanbieter verlängerte Attributionsfenster für hochwertige Sofas und minimierte kurzfristige Retargeting-Überbewertung. Plötzlich bekamen Creator-Reihen wieder Budget, weil ihre langfristige Überzeugungsarbeit endlich sichtbar und belastbar quantifiziert war.
Data-Driven Attribution nutzt Algorithmen, um tatsächliche Beitragsspuren aus Eventfolgen herauszuarbeiten. Der Nutzen steigt mit Datenqualität, Ereignisdichte und Kanalvielfalt. Erkläre Stakeholdern, welche Signale einfließen, wie Unsicherheit gemessen wird und warum Ergebnisse manchmal gegen Intuition sprechen. Ein Fashion-Brand erkannte so die stille Kraft von Produktbewertungen im Feed: Kaum Klicks, starke Conversion-Steigerung. Nach gezielter Skalierung verbesserte sich der Gesamt-ROAS, obwohl einzelne Kampagnen oberflächlich schlechter aussahen. Kommunikation und Education machten den Unterschied.